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Premiere
8. Oktober 2010

William Shakespeare

ROMEO UND JULIA

Ромео и Джульетта

Aus dem Englischen von Frank Günther und Dmitrij L. Michalovskij

Inszenierung: Ralf Siebelt / Bühnenbild: Vesna Hiltmann / Kostüme: Irina Pronina / Musik: Jojo Büld / Dramaturgie: Christiane Neudeck / Fechten: Annette Bauer / Körperarbeit: Vjacheslav Poljakov / Choreographie: Catharina Lühr
Mit: Alexej Belov, Eyla Hidman, Ljudmila Isakova, Sergej Lavrenov, Elli Njarja, Christian Beppo Peters, Vjacheslav Poljakov, Udo Rau, Patrick Schnicke, Martin Schultz-Coulon, Raúl Semmler


Seit Generationen besteht Feindschaft zwischen den beiden Veroneser Familien Capulet und Montague. Romeo, ein Montague, hat sich unbemerkt auf ein Kostümfest der Capulets geschlichen. Dort begegnet er Julia, der schönen Tochter der Capulets. Ein Augenblick genügt, und das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur hat sich gefunden.

Die Spielzeit 2010/11 wird in Tübingen mit einer mehrsprachigen Inszenierung von ROMEO UND JULIA eröffnet werden. Im Rahmen des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten internationalen Partnerschaftsprojektes mit dem Karelischen Nationaltheater aus Petrozavodsk werden russische, finnische Schauspieler – das Nationaltheater Karelien ist zweisprachig: finnisch/russisch – und Ensemblemitglieder des LTT das Stück mit Hausregisseur Ralf Siebelt erarbeiten. Thematisch steht die kulturelle Verständigung, die Kommunikation über sprachliche und somit kulturelle Grenzen hinaus im Zentrum der Inszenierung des klassischen Stoffes. Die Annäherung verfeindeter Gruppen, die Furcht vor dem Anderen, die Aggression dem Fremden gegenüber und die Utopie der Überwindung dieser Barrieren im Rauschgefühl der Liebe sind die thematischen Bezugspunkte dieser packenden Liebesgeschichte. Im Kauderwelsch der Gefühle, der Vielstimmigkeit der Meinungen, wird die Liebe zur einzig verständlichen Weltsprache.

Von den rund 38 Dramen, die man William Shakespeare zuschreibt, ist die Tragödie ROMEO UND JULIA mit großer Wahrscheinlichkeit die berühmteste. Er schrieb diese Geschichte einer ersten und einzigen Liebe 1559 im für damalige Verhältnisse fortgeschrittenen Alter von 35 Jahren. Das Stück allerdings atmet die Unbedingtheit, die Wildheit, die Kompromisslosigkeit und den Übermut der Jugend. Von dieser Kraft hat es nichts eingebüßt. Und so ewig wie die Liebe von ROMEO UND JULIA beschworen wird, wird dieser Text zu immer wieder neuen Inszenierungen und Interpretationen herausfordern. Er ist und bleibt die schönste Liebesgeschichte der Welt.


© Landestheater Tübingen