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Anne-Kathrin Klatt

Der Tigerprinz

Erzähltheater nach dem Bilderbuch von Chen Jianghong

für Zuschauer ab 5

Regie: Michael Miensopust / Ausstattung: Anne-Kathrin Klatt / Musik: Christian Dähn
Mit: Anne-Kathrin Klatt



Eine weise Geschichte aus dem alten China: Es herrscht Krieg zwischen den Menschen und der Tigerin. Jäger haben ihre Kinder auf dem Gewissen. Um Frieden im Land zu schaffen, rät die weise Alte Lao Lao dem König seinen Sohn der Tigerin zu überbringen. Schweren Herzen befolgt das Königspaar diesen Rat. So findet die Tigerin den kleinen Prinzen mit Namen Wen friedlich schlafend im Wald. Und das Wunder geschieht: der Hass der Tigerin auf die Menschen wandelt sich in Mutterliebe. Denn der kleine Junge erinnert die Tigermutter an ihre eigenen Kinder. Liebevoll nimmt sie ihn an und zieht den Prinzen groß. Alles, was ein Tiger wissen muss, bringt sie Wen bei. Doch König und Königin haben Sehnsucht nach ihrem Sohn und schicken Soldaten aus, um ihn zu suchen...
Ein faszinierendes Zusammenspiel von Erzählung, Tanz und Maskenspiel. Ein Theater darüber, wie aus Feindschaft eine tiefe Freundschaft werden kann.

"Als Pekingoper-Trippeltänzerin im wattierten roten Mantel mit zwei Blechlampenschirmen als Musikinstrumente und einer hölzernen Fußklapper wandte sich Anne-Kathrin Klatt direkt an die Zuschauer, um die ururalte Geschichte von der vormals friedlichen Dschungelwelt zu erzählen, in die auf einmal die Gewalt einbricht, was sie mit einem Schattenspiel illustrierte: Jäger töten die Kinder der Tigerin und die rächt sich, indem sie das Menschendorf überfällt, worauf der König zum Krieg trommelt. Davor muss allerdings das Schicksal befragt werden, wofür die Erzählerin in die Rolle der alten, weisen Lao Lao schlüpft, die aus ihren Steinen herausliest, dass zur Abwendung des Kriegs der kleine Königssohn Wen an die Tigerin übergeben werden müsse.
Dieser Wen ist ein kecker kleiner (Holz-)Kerl, der sich der von Anne-Kathrin Klatt gespielten Tigerin furchtlos nähert und mit heller Stimme neugierige Fragen stellt, ihre riesigen Reißzähne bewundert und sich an ihr Fell schmiegt. Klar, dass ihn auch die Tigermama ins Herz schließen musste.
Als Wen zum Jüngling wird, ruft sein Vater erneut seine Soldaten zusammen und will ihn mit Waffengewalt von der Tigerin wegholen. Da zeigt auch Wen Einsicht und Vernunft und geht zurück, um zu lernen, was ein König können muss, nachdem er erfahren hatte, was im Dschungel wichtig ist.
Anne-Kathrin Klatt nutzt eine Fülle von Theatermitteln, um die märchenhaft exotische Welt der Legende sichtbar zu machen. Wesentlichen Anteil hat die Musik, zu der sie auch tanzt; einen Teil ihres Berichts singt sie, und durchgehend spricht sie dem Chinesischen entsprechend das R als L. Allerdings ist das weit entfernt vom Veralbern, wie überhaupt die ganze Aufführung zwar Witz hat, aber sich nicht über die Geschichte lustig macht.
Geeignet ist die Aufführung für Kinder ab fünf Jahren. Dass die Jüngeren, die wahrscheinlich nicht alles erfassen konnten, dennoch mucksmäuschenstill und gebannt zuschauten, spricht für die Erzähl- und Schauspielkunst von Anne-Kathrin Klatt."
REUTLINGER-GENERAL-ANZEIGER, 16.03.2010

"(...) Anne-Kathrin Klatt hat mit ihrem Kostüm und Bühnenbild der Inszenierung die Krone aufgesetzt. Frei nach: Ein Hut, ein Tuch, eine Regenschirm und fertig ist ein hinreißend gespielt und getanztes Ein-Frau-Erzähltheater. Manchmal kann wenig alles sein. (...)Michael Miensopust und Anne-Kathrin Klatt haben ein kleines Kinderwunder auf die Bühne gestellt..."
SCHWÄBISCHES TAGBLATT, 17.03.2010


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