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Deutschsprachige Erstaufführung
11. Juni 2010

Sergej Medwedjew

Irina - Eine Friseuse // Die Kröte

Ein Double-Feature mit Medwedjews neuesten Stücken

Inszenierung: Elina Finkel / Ausstattung: Gitti Scherer / Dramaturgie: Christiane Neudeck
Regieassistenz: Nils Wiegand / Inspizienz: Ralph Hönle
Mit: Martin Maria Eschenbach, Nadia Migdal, Silvia Pfändner, Udo Rau, Karlheinz Schmitt, Martin Schultz-Coulon


Sergej Medwedjew wurde 1960 in Rostov am Don geboren und studierte Physik bevor er als Ingenieur beim Militär tätig war. Seit 1995 arbeitet er als Journalist und Texter für Rockbands. Theaterstücke schreibt er seit 2006. EINE FRISEUSE belegte 2007 den zweiten Platz bei den Festivals „Eurasia“ und „New Drama“ in Moskau. Daneben gewann es den vom Deutschland-Radio Kultur ausgeschriebenen Preis beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2008 und wurde als Hörspiel produziert. Sein neuestes Stück – die surreale Beschreibung einer Verwandlung – wurde ebenfalls von Elina Finkel ins Deutsche übersetzt.


„Zukunft – das ist sehr wichtig. Ich denke ständig daran. Bald gehe ich nach Moskau. Mit Jevgeni ...“

Ein Friseursalon in der russischen Provinz. Die Inhaberin Irina träumt von Moskau und ihrem Märchenprinzen: Jevgeni sitzt zwar gerade noch im Gefängnis, wird aber bald auf freien Fuß gesetzt. Irina hat ihn nie getroffen, aber der charmante Briefwechsel lässt ihn als Garant all ihrer Träume erscheinen. Doch als er endlich, endlich eintrifft, entwickelt sich die Beziehung alles andere als erwartet. Zusätzlich sorgen ein hartnäckiger Verehrer, ihr durchgeknallter Ex-Freund und ein alternder Stammkunde für jede Menge Aufregung in Irinas Beziehungsgefüge. Medvedevs preisgekröntes Theaterdebüt entwickelt sich als rasante, schwarzhumorige Achterbahnfahrt einer jungen Frau, die – mit ihrer Kollegin harmlos plaudernd und konfrontiert mit den großen Entscheidungen des Lebens – eindrücklich und persönlich ihre Geschichte erzählt.

„Vielleicht muss man sie einfach mal küssen? Wie im Märchen.“

Das Nachfolgestück DIE KRÖTE ist die surreale Beschreibung einer Verwandlung: Von ihrem Partner als „Kröte“ beschimpft, mutiert Ljudmila am 1. April – ein Tag, der in Russland groß gefeiert wird – zu einer Riesenkröte. Weder der herbeigerufene Arzt, noch ein Polizist wissen Rat und als die Nebenbuhlerin auftaucht, wird das dicke, quakende Geschöpf kurzerhand unter einem großen Pappkarton versteckt ... Haarsträubende Verwicklungen stellen das zu enge Beziehungsleben in einem gewöhnlichen Ein-Zimmer-Küche-Bad-Apartment auf den Kopf!


Am Wochenende russischer Dramatik II wurde das Stück unter dem Titel "Eine Friseuse" bereits von der Übersetzerin und Regisseurin Elina Finkel als szenische Lesung dem Tübinger Publikum präsentiert und gelangt nun gemeinsam mit Medwedjews neuestem Stück DIE KRÖTE - die surreale Geschichte einer Verwandlung - am LTT zur deutschsprachigen Erstaufführung.


© Landestheater Tübingen