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WASCHEN UND LEBEN

Dokumentarfilm von Michael Baumann und Jenke Nordalm

Deutschland 2010


Dauer: 90 min.


Ulla führt seit über 40 Jahren ihren Frisiersalon im Stuttgarter Westen. Die Gesprächsfäden scheinen hier nie abzureißen. Da wird Sekt getrunken, gegessen, geplaudert und das schon fast verstrichene Leben verhandelt. Ullas Kunden sind mit ihr alt geworden und lassen sie an ihrem Leben und deren Schatten teilhaben.
Frau Schrag (73), die die Verletzung, nach über 20 Jahren Ehe vom Mann verlassen worden zu sein, überwindet und mit beiden Beinen im Leben steht. Frau Haar (89), die wie ein junges Mädchen um Selbständigkeit ringt oder Frau Eiffert (87), die ob ihrer Schmerzen, morgens gar
nicht mehr aufwachen mag. Sie alle zerbrechen sich den Kopf über ihre verbleibende Zeit.
Herr Bläser (76) hat beispielsweise vorgesorgt und die einzige Immobilie seines Lebens erstanden: ein hübsches Stück Friedhofsrasen. Und der 102-jährige Herr Holzschuh kann trotz seiner großen Lebenserfahrung Ulla nicht wirklich sagen, was denn nun „danach“ eigentlich kommt.
Sie alle brauchen Ulla. Sie ist eine feste Instanz in ihrer Leben geworden. Niemand anderem wollen sie ihre Haare und sich anvertrauen. Doch Ulla ist schon über 70. Die harte Arbeit im Salon wird für sie immer beschwerlicher. Wird sie es schaffen, endlich mal auf sich zu hören?
Ein Film über Vergänglichkeit und die Kunst mit Humor und in Würde zu altern.


© Landestheater Tübingen