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Premiere
30. April 2011

Thomas Freyer

Amoklauf mein Kinderspiel

Ein Spiel mit der Realität
ab 15 Jahren

Inszenierung: Marco Storman


Es ist ein Spiel. Ist es ein Spiel? Was wäre, wenn man alles, was einen stört, was man verachtet, einfach zerstören könnte? Wenn man alle, die einen nerven, töten könnte?
Drei Jugendliche auf der Suche nach sich selbst, nach einer eigenen Identität, nach ihrem Platz auf der Welt. Sie erzählen von Schmerz und Verletzungen, von Ohnmacht und Wut. Wut auf Eltern, die mit ihrer falsch verstandenen Fürsorge nur nerven und vor lauter Schnäppchenjagd und Fernseh-Berieselung gar nicht mitkriegen, was wirklich abgeht. Wut auf Lehrer, die keine Perspektiven vermitteln, weil sie selber keine mehr haben, weil sie am Gestern festhalten und vom Heute keine Ahnung haben.
Keiner versteht sie, keiner kann ihre Gedanken erraten. Niemand. Und so spielen die drei ihre Gewaltphantasien durch, bis nicht mehr klar ist, ob es noch Spiel oder schon längst blutiger Ernst geworden ist.

Nicht psychologisch-realistisch, sondern schwebend und schwankend, mit knappen Sätzen, befremdlichen Bildern und wechselnden Perspektiven beschreibt AMOKLAUF MEIN KINDERSPIEL wie aus der Angst im eigenen Herzen ein Rachefeldzug gegen die Leere der Welt enstehen kann.
Ausgehend vom Fall des jugendlichen Amokläufers in einer Erfurter Schule entwickelte der junge Dramatiker Thomas Freytag das Stück 2006 in Zusammenarbeit mit drei Schauspielern und dem Regisseur Tilmann Köhler am Nationaltheater Weimar.

AMOKLAUF MEIN KINDERSPIEL gewann beim Stückemarkt den Förderpreis des Berliner Theatertreffens 2006, die Hörspielfassung wurde im selben Jahr mit dem „Prix Europa“ ausgezeichnet.


© Landestheater Tübingen