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Premiere
29. April 2011

Die Angst in den Knochen

Ein Projekt des tjc (Theaterjugendclub am LTT)
ab 14 Jahren

Spielleitung: Tobias Ballnus


Sie sind jung, zielorientiert und wollen etwas leisten. Sie sehnen sich nach Geborgenheit und finden sie in der Familie. In Deutschland wächst eine Bilderbuch-Generation heran und Tübingen ist ihr Mekka. Lauter freundliche, höfliche und sozial kompetente junge Menschen, die gut gefönt und locker gekleidet zur Schule radeln. Mädchen und Jungen, die Danke und Bitte sagen, im Bus aufstehen, sich gesund ernähren und später einmal studieren wollen.
Aber es ist anstrengend, nett und optimistisch zu sein, während um einen herum die Welt immer düsterer wird. Es lächelt sich nicht leicht angesichts steigender Arbeitslosenzahlen, zunehmender Umweltzerstörung und terroristischer Bedrohung. Die Sorge um die Zukunft hat diese Generation fest im Griff. Schon 2002 schrieb der Bielefelder Jugendforscher Klaus Hurrelmann: „Die heutige Jugend lebt mehr in Angst als jemals zuvor in der Nachkriegszeit.“ Eine britische Studie von 2009, die einen europäische Trend widerspiegelt, bestätigt dies: Jeder zweite gibt an, belastet oder ängstlich zu sein. Eine messbare Zunahme an depressiven Stimmungen und psychischen Störungen unter jungen Leuten ist die Folge.

Das neue Projekt des tjc (Theaterjugendclub am LTT) beschäftigt sich mit den Ängsten junger Menschen. Ob ganz allgemein Angst vor der Zukunft, einem Krieg, dem Tod, der Einsamkeit oder der nächsten Prüfung: Die jugendlichen Darsteller schauen hinter die Fassaden und ziehen die dunklen Seiten ihrer Generation hervor. Mittels Improvisationen und Gesprächen wird ein eigenes Stück über Ängste und Nöte von Jugendlichen entwickelt.


© Landestheater Tübingen