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Premiere
30. März 2005

Hans Christian Andersen / Michael Miensopust

Die Wilden Schwäne

Figurentheater Anne-Kathrin Klatt

Inszenierung: Michael Miensopust
Dramaturgie: Bernhard Mikeska
Mit: Anne-Kathrin Klatt, Michael Miensopust
Dauer: 70 min.



Ein kaputter Kronleuchter, eine wehende Gardine, ein langer Tisch... wie
jeden Tag träumt Gloria, die alte Filmdiva, von ihrem einstigen größten
Filmerfolg "Die wilden Schwäne". Ihr ergebener Diener Max hilft ihr - ganz im
Stil von Dinner for One - den alten Film wieder lebendig werden zu lassen.
Kaum hört die Diva das Schnarren der Kamera, erwacht sie zu neuem Leben
und beginnt zu erzählen:
Es war einmal ein König und eine Königin, die lebten mit ihren elf Söhnen und
ihrer Tochter Elisa glücklich auf einem wunderschönen Schloss. Doch eines
Tages starb die Mutter und der König verheiratete sich bald darauf wieder mit
einer bösen und hässlichen Königin.
Die böse Stiefmutter verzauberte die elf Brüder in wilde Schwäne und
schickte diese hinaus in die Welt. Die schöne Elisa wurde von der Stiefmutter
so sehr verunstaltet, dass sogar der eigene Vater sie nicht mehr erkannte und
sie aus dem Schloss werfen ließ.
Sie ging hinaus in den Wald, um ihre Brüder zu suchen. An einem Weiher
angekommen, erschrak sie über ihr eigenes hässliches Spiegelbild so sehr,
dass sie sich lange wusch, bis sie schön und rein war.
Elisa wanderte einsam und ziellos durch den Wald und wünschte sich nichts
sehnlicher, als ihre Brüder wieder zu sehen.
Eines Morgens hörte sie Schwäne kreischen und folgte ihnen bis zum Meer.
Im angespülten Seegras fand sie elf Schwanenfedern und erkannte in den
Schwänen ihre verzauberten Brüder.
Die Schwäne trugen ihre Schwester über das Meer. Wieder an Land
angekommen, erschien Elisa eine Fee, die ihr das Geheimnis mitteilte, wie sie
ihre Brüder vom bösen Zauber erlösen konnte. Sie sollte aus Brennnesseln
Flachs spinnen und daraus Panzerhemden für ihre Brüder stricken, durfte
aber kein Wort reden, bis sie mit allen Hemden fertig war. Eines Tages kam
ein junger König, der gerade auf der Jagd war vorbei, verliebte sich sofort in
die schöne Elisa und heiratete sie. Diese war aber unermüdlich damit
beschäftigt die Hemden für ihre Brüder herzustellen und schwieg beharrlich.
Dieser junge König war sehr verzweifelt über ihr Schweigen und glaubte bald,
sie sei eine Hexe und wollte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen.
Als das Feuer schon loderte, kamen die elf Schwäne herbeigeflogen. Elisa
schaffte es gerade noch den Schwänen die Hemden überzuwerfen und sie
verwandelten sich in elf schöne Prinzen. Elisa war gerettet. Der König bat sie
um Verzeihung und es wurde ein großes Fest gefeiert. Und wenn sie nicht
gestorben sind...


© Landestheater Tübingen