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Premiere
20. Februar 2010

Tina Müller

Türkisch Gold

Ein türkisch-deutsches Rollenspiel ab 13 Jahren

Premiere in neuer Besetzung: 4. Juli 2010

Inszenierung: Katrin Aissen / Ausstattung: Cornelia Brey / Dramaturgie: Susanne Schmitt / Spielleitung: Felix Schmidt / Regieassistenz: Corinna Reinhard / Inspizienz: Conni Lelič / Theaterpädagogik: Tobias Ballnus/Uschi Berberich
Mit: Stefanie Klimkait, Sebastian Schmid
Dauer: 65 min.



"Ich heiße Aynur, bin 15 Jahre alt und deutsche Jungs interessieren mich nicht."
Luiza und Jonas sind befreundet - irgendwie schon seit immer. Sie kennen sich in- und auswendig. Aber nach dem Urlaub ist plötzlich alles ganz anders. Jonas hat sich in der Türkei Hals über Kopf in Aynur verliebt. Vom Sehen kennt er sie schon aus Deutschland. Sie wohnen in der gleichen Stadt, Aynur geht sogar in Luizas Parallelklasse. In der Türkei verbringen Jonas und Aynur einen wunderschönen Nachmittag zusammen am Strand. Doch dann hat sie es ziemlich eilig: Sie muss dringend aufbrechen. Ohne sich groß zu verabschieden, stürmt sie davon. Zurück in Deutschland weiß Jonas nicht so recht, wie er sich verhalten soll. Aynur ist ihm plötzlich wieder sehr fremd - und Luiza ist da auch keine große Hilfe. Sie führt alle möglichen Schwierigkeiten ins Feld, die Jonas davon abhalten sollen, eine Beziehung mit Aynur einzugehen: Was sagen Aynurs muslimische Eltern zu einem Verhältnis ihrer Tochter mit einem "Ungläubigen"? Wie werden sich die Mitschüler das Maul zerreißen? Was wird Kerim, Aynurs Zwillingsbruder, Jonas antun für die Schande, die er über die Familie bringt? Außerdem ist da noch der Rechtsradikale Marius, der auch nicht gerade zimperlich ist, wenn Deutsche sich mit Ausländern "einlassen". Und vor allem: Was ist mit Aynur - "steht sie" überhaupt auf deutsche Jungs, oder findet sie sie langweilig? - Türken sind doch viel cooler, mutiger, spontaner, leidenschaftlicher und überhaupt viel mehr echte Männer! Spielerisch exerzieren Luiza und Jonas alle möglichen Situationen durch: Sie schlüpfen in die Rollen sämtlicher beteiligter Personen - dabei färben die eigenen Projektionen und Sichtweisen natürlich auch auf die vorgestellten Personen ab.
Raffiniert werden so interkulturelle Vorurteile und Intoleranzen aufgedeckt, aufs Korn genommen und mit hintergründigem Humor entlarvt.


© Landestheater Tübingen