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Uraufführung
19. Juni 2010

Anne-Kathrin Klatt

Mein Tuvalu

Uraufführung
Ein Spiel mit Masken, Objekten und Musik für alle ab 4


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Reutlinger General-Anzeiger

21. Juni 2010
Schwäbisches Tagblatt


Im Paradies geht das Wasser aus
»Mein Tuvalu«: Das LTT-Kinder- und Jugendtheater mit einem Ausflug in die gar nicht so traumhafte Südsee

Manchmal ist die Suche nach einer guten Geschichte eine mühsame Aufgabe, manchmal braucht es nur einen kleinen Stups, um das Fantasierad im Kopf zum Drehen zu bringen, so wie wie bei »Mein Tuvalu. Ein Spiel mit Masken, Objekten und Musik« von Anne-Kathrin Klatt, das am Samstag erfolgreiche Premiere im Kinder- und Jugendtheater des LTT feierte. »Ich habe einen Globus gedreht, die Augen geschlossen und mit dem Finger auf eine Stelle gestippt. Ich landete auf Tuvalu. Hört sich verrückt an, ist aber wahr«, erinnert sich die Figuren- und Schauspielerin, die zuletzt für das LTT das Stück »Quietsch die Ente« entwickelt hatte.

Nun also Tuvalu, eine Mini-Mini-Insel im Pazifischen Ozean, ein kleiner Klecks auf dem Globus. Ein Paradies, das dem Untergang geweiht ist. Die Insel liegt nur fünf Meter über dem Meeresspiegel, weshalb damit zu rechnen ist, dass sie aufgrund der Erderwärmung noch in diesem Jahrhundert versinken wird. Schon jetzt erschweren häufige Überschwemmungen die Gewinnung von Trinkwasser. Auch in Anne-Kathrins Klatts fantastischem Tuvalu, für Kinder ab vier Jahren konzipiert, nimmt Wasser als Lebensspender eine zentrale Bedeutung ein. Ihr Tuvalu ist aber auch eine Geschichte über eine Freundschaft, die auf die Probe gestellt wird.

Zwei exotische Lebewesen

Auf der paradiesischen Insel leben zwei exotische Lebewesen: Tu, ein stämmiger, schwerfälliger Rhinokrötenschneck, und Va, ein feingliedriger, flatterhafter Schmettergrillzirp. Die beiden so unterschiedlichen Wesen freunden sich an und treffen sich jeden Morgen an der Wasserstelle, um »Lu« zu trinken, zu planschen und ausgelassen zu spielen.

Doch plötzlich versiegt das Wasser. Es wird heiß auf der Insel, die Freunde schwitzen und werden von bleierner Müdigkeit erfasst. Die Sonne geht auf und wieder unter, aber kein erquickendes »Lu« weit und breit. Und mit dem Wasser versiegt plötzlich auch das Lachen von Tu und Va. Es kommt zum Streit.

Die beiden neuen Schauspieler des KJT-Ensembles, Henry Braun und Sebastian Schmid, bringen die poetische Geschichte von Va und Tu mit viel pantomimischem Geschick auf die sparsam eingerichtete Bühne, deren zentrales Requisit ein Zinkzuber mitsamt darüber schwebender Gießkanne ist - aus der zur Freude der Kinder am Ende des Stücks doch tatsächlich ein echter und erstaunlich langer Wasserstrahl fließt.

Andrea Anstädt, Reutlinger General-Anzeiger, 21. Juni 2010


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