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Premiere
16. Juli 2010

E.T.A. Hoffmann

Klein Zaches genannt Zinnober

Sommertheater in Tübingen

nach der Erzählung von E.T.A. Hoffmann

Inszenierung: Christina Rast / Ausstattung: Franziska Rast / Musik: Anton Berman / Dramaturgie: Armin Breidenbach //
Mit: Daniel Blum, Christian Dräger, Ina Fritsche, Katja Gaudard, Britta Hübel, Hildegard Maier, Nadia Migdal, Silvia Pfändner, Karlheinz Schmitt, Julienne Pfeil, Gotthard Sinn, Philip Wilhelmi. Musiker: Charlotte Brandi, Matze Pröllochs und Fabian Simon
//Produktionsassistenz: Judith Böttinger/Annika Frey
Mit: Daniel Blum, Charlotte Brandi, Christian Dräger, Ina Fritsche, Katja Gaudard, Britta Hübel, Hildegard Maier, Nadia Migdal, Silvia Pfändner, Julienne Pfeil, Matze Pröllochs, Karlheinz Schmitt, Fabian Simon, Gotthard Sinn, Philip Wilhelmi



Klein Zaches, ein hässliches Wechselbalg, wurde aus Mitleid von der Fee Rosabelverde mit einem besonderen Zauber belegt: alles, was in seiner Nähe Gutes getan wird, wird nun ihm zugeschrieben. Von jetzt an sind alle, die ihn zuvor verachteten, von seiner angeblichen Schönheit angetan und halten ihn für außergewöhnlich begabt. Seine Ankunft in der Universitätsstadt Kerepes wirbelt das Reich des dort regierenden Fürsten Paphnutius kräftig durcheinander: Zaches ist auf einmal nicht mehr der bedauernswerte Zwerg, sondern nennt sich Zinnober und wird postwendend Teil des Hofes. Eigentlich hatte der Fürst gerade per Dekret die Aufklärung eingeführt, was zur Folge hat, dass keine Feen und mit ihnen gar kein Zauber mehr vorhanden sind. Umso heftiger erliegen nun der Fürst und mit ihm sein gesamter Hofstaat der Blendung. Zaches gewinnt darüber hinaus das Herz von Candida, das eigentlich Balthasar erobern will. Dieser, ganz romantischer Schwärmer und verhinderter Dichter, wird er Opfer von Zinnobers Zauber. Um sich an Zinnober zu rächen, muss sich Balthasar mit den anderen Opfern, dem Musiker Sbiocca und dem Refendarius Pulcher, verbünden und die Hilfe des Magiers Prosper Alpanus in Anspruch nehmen. Ist Zinnober vielleicht doch auch ein Zauberwesen?
 
Hoffmanns fantastisches Märchen aus dem Jahr 1819 ist zugleich groteske Abrechnung mit dem aufklärerischen Absolutheitsanspruch der Vernunft wie wunderbare Satire auf die höfische Gesellschaft.


© Landestheater Tübingen