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Premiere
8. Mai 2009

Petr Zelenka

Schrottengel

Geschichten vom alltäglichen Wahnsinn

Inszenierung: Ralf Siebelt / Ausstattung: Hannah Landes / Dramaturgie: Christiane Neudeck
Mit: Claudia Albrecht, Veronika Avraham, Katalyn Bohn, Raffaele Bonazza, Danny Exnar, Katja Gaudard, Hildegard Maier, Julienne Pfeil, Karlheinz Schmitt, Johannes Schön, Gotthard Sinn, Alexander Wenz
Dauer: 180 min. (1 Pause)



"Nächtens zu Jana schleichen, ihr eine Locke abschneiden, sie in Milch aufkochen; dann trocknen, zusammen mit Apfelbaumlaub verbrennen und die Asche dort verstreuen, wo Du Jana kennen gelernt hast." Das ist, so Petrs Freund Mücke, das Ritual, mit dem Petr seine Ex-Freundin Jana garantiert zurückgewinnt. Gesagt, getan. Unglücklicherweise gerät Petr bei der nächtlichen Aktion an Janas Tante. Überhaupt katapultiert er sich in die absurdesten Situationen: Seine Nachbarn Jiri und Alice entdecken durch Zufall, wie stimulierend es ist, wenn Petr ihnen beim Sex zuschaut, und nun bieten sie Petr Geld dafür an. "Ich war relativ normal, aber dann bin ich verrückt geworden, und jetzt bin ich wahnsinnig ..."
Womöglich ist die Chaotik in Petrs Leben sogar erblich, denn auch seine Eltern verhalten sich nicht wie herkömmliche Eltern. Sie erschrecken sich mit Alzheimerprognosen und tragen jeweils die Kleider des anderen, um sich in ihn "hineinzuversetzen". Mücke bittet Petr schließlich auf seine Liebes- und Lebensgefährtin Eva - eine Schaufensterpuppe - aufzupassen, die genauso wie Petrs Bettdecke plötzlich zum Leben erwacht ...

Zu schön, um wahr zu sein, sind die "Geschichten vom alltäglichen Wahnsinn", so der Untertitel der tschechischen Komödie SCHROTTENGEL von Petr Zelenka. 1967 in Prag geboren, ist er mehrfach ausgezeichneter Drehbuchautor und Filmemacher. Sein zweiter Film "Die Knöpfler" avancierte in seinem Heimatland zum Kultstreifen des Jahres 1997. Es folgten "Außenseiter" (2000) und "Im Jahr des Teufels" (2002). SCHROTTENGEL ist Zelenkas erstes Theaterstück, wurde 2001 in Prag in der Regie des Autors uraufgeführt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet.


© Landestheater Tübingen