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Premiere
6. März 2009

William Shakespeare

Die Purpurheuchler

nach der Trilogie HEINRICH VI.


Übersicht

9. März 2009
Reutlinger General-Anzeiger

9. März 2009
Reutlinger Nachrichten

9. März 2009
Schwäbisches Tagblatt


Herzchen in der Mördergrube
Wie das Landestheater mit den "Purpurheuchlern" Shakespeares Heinrich-VI.-Trilogie gehörig den Garaus macht

Simone Sterr, die regieführende LTT-Intendantin, hat früher schon bewiesen, wie geschickt sie solche verräterische Affekte in effektvolles Theater umwandelt ("Mamma Medea"). Auch mit den "Purpurheuchlern" gelingt es der Regie nach anfänglichem Schwächeln und Wackeln, die unterschiedlichen Charaktere überzeugend herauszuarbeiten. Bemerkenswert wiederum einige Schauspielerleistungen.
Ausstatter Max Julian Otto hat einen zweiten Boden in die LTT-Bühne eingezogen. Wer etwa tief sinkt oder gar fällt in der königlichen Gunst, der muss ab nach Parterre. Der begehrte Thron indes wird droben aus eckigen Sitzelementen zusammengebaut, die sich auch hervorragend als Wurfgeschosse oder als Spielbälle (wie jene der Macht) gebrauchen lassen.
Gerade Veronika Avraham stattet die Rolle der königlichen Gemahlin, die als Reingeschmeckte den männlichen Klüngel bei Hofe gehörig aufmischt, mit furioser Womenpower aus. Als machtgeiler York-Spross Eduard lümmelt und hiphoppelt er (Eschenbach) an der Seite des da umwerfenden Danny Exnar (Jung-Richard von York, der spätere Oberfiesling Richard III.) durch die Szene. Vom gediegenen Adel keine Spur: Spätesten jetzt ist die Inszenierung im Hier angekommen.

Schwäbisches Tagblatt, 9. März 2009


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