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Premiere
6. März 2009

William Shakespeare

Die Purpurheuchler

nach der Trilogie HEINRICH VI.

Inszenierung: Simone Sterr / Ausstattung: Max Julian Otto / Choreographi: Catharina Lühr / Dramaturgie: Inge Zeppenfeld
Mit: Veronika Avraham, Christian Dräger, Martin Maria Eschenbach, Danny Exnar, Gunnar Kolb, Hildegard Maier, Udo Rau, Johannes Schön, Martin Schultz-Coulon, Gotthard Sinn
Dauer: 210 min. (2 Pausen)



Fast noch ein Kind, katapultiert ihn die Erbfolge bereits auf den Königsthron. Heinrich VI. wird schon als junger König zum Spielball von Beratern, Speichelleckern, echten Feinden und falschen Freunden. Während in Frankreich der Krieg tobt, sich die heilige Johanna von Orléans - mit von Gottes Hand geführtem Schwert - den Engländern entgegenstellt, füllt sich das Machtvakuum am heimischen Hof mit Intrigen, Führungskämpfen, Gier nach Macht, Krone, Purpur. Selbst die als friedensstiftende Maßnahme gedachte Heirat Heinrichs mit Margaretha di Napoli erweist sich als subtil eingefädelte Intrige, die ihm eine machtgeile Gattin, samt ihrem Bettgenossen, als gierige Natter an den Hals setzt. Heinrich VI., auch unter dem Titel "Krieg der Rosen" bekannt, womit der blutige, Generationen währende Kampf zwischen den Häusern York und Lancaster einen poetischen Namen erhielt, ist nicht nur die Geschichte eines Herrschers, der sein Amt nicht auszuüben vermag, sondern vor allem ein Strategiespiel um Macht und Herrschaftsanspruch. Die allesamt gleichrangigen Rivalen kämpfen mit kühlem Herzen, heißem Verstand, ohne Skrupel und einzig auf den eigenen Vorteil bedacht. Jede Allianz ist vorübergehend, jede Koalition ist brüchig auf dem Weg nach oben, der durch den Morast niederster Instinkte führt. Einzig der König selbst ist nicht bereit oder nicht fähig, das Spiel mitzuspielen. Er bezahlt mit dem eigenen Leben und das Land versinkt innen- und außenpolitisch im Chaos. Der Krieg in den eigenen Reihen und draußen in der Welt geht weiter ...

HEINRICH VI. ist neben "Macbeth" und "Richard III." eines der politischsten Stücke Shakespeares, und mit Margaretha di Napoli steht eine seiner durchtriebensten, intelligentesten und abgründigsten Frauenfiguren auf der Bühne.


© Landestheater Tübingen