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Premiere
20. Februar 2009

Alan Ball

Fünf im gleichen Kleid

Inszenierung: Alexander Keil / Ausstattung: Marion Eiselé / Komposition, Musikalische Leitung: Jojo Büld / Dramaturgie: Christiane Neudeck

Musiker: Charlotte Brandi (Piano, Keyboards) / Justus Heher (Posaune) / Matze Pröllochs (Schlagzeug)
Mit: Raffaele Bonazza, Katja Bramm, Ina Fritsche, Katja Gaudard, Marie-Louise Gutteck, Silvia Pfändner



Eine Hochzeit in Knoxville, Tennessee. Fünf Brautjungfern im gleichen - atemberaubend hässlichen - Kleid treffen sich im Schlafzimmer von Meredith, der kleinen Schwester der Braut, auf der Flucht vor dem Trubel der Hochzeitsgesellschaft. Für alle fünf wird die Hochzeit Anlass, über die eigene Vergangenheit und Zukunft nachzudenken: Meredith, die stets kühl und unnahbar ist und mit ihrem burschikosen Gehabe versucht, sich aus der großbürgerlichen "weißen" Welt ihrer Familie zu befreien; Frances, die jüngste der fünf Frauen, gottgläubig und naiv; die abgebrühte Trisha, die qua Lebenserfahrung gute Ratschläge und Make-up-Tipps verteilt; Georgeanne, unglücklich in ihrer Ehe und mit sich selbst; und Mindy, die Lesbe, die hinter ihrer Fassade der toughen Frau doch nicht verkraften kann, dass die Familie ihre Lebensweise nicht akzeptiert. Was diese Frauen - abgesehen von einem furchtbaren Kleid - gemein haben, ist die Sehnsucht nach Liebe und Harmonie und die Tatsache, dass sich diese Sehnsucht bisher noch nicht erfüllt hat. An diesem Abend wird getrunken, geheult, gekifft und nicht zuletzt geredet - vor allem natürlich über Männer. Und was mit belanglosen Gesprächen beginnt, führt, je später der Abend und je enthemmter die Hochzeitsgäste werden, in immer tiefere Abgründe ...

FÜNF IM GLEICHEN KLEID ist die bitterböse Komödie des Autors und Schöpfers der vielfach ausgezeichneten Fernsehserie "Six Feet Under" und des Films "American Beauty", für dessen Drehbuch Ball sowohl mit dem "Oscar", als auch mit dem "Golden Globe" geehrt wurde. Mit leichter Melancholie, Ironie und einer großen Portion Hoffnung erzählt Alan Ball von der Suche nach dem individuellen Glück, dem Zwang, stets perfekt sein zu wollen, und nicht zuletzt von dem Wunsch nach Liebe und Geborgenheit. Die Lieder, die vom Hochzeitsfest ins Zimmer hinaufdringen, werden die Sehnsüchte der Damen musikalisch würzen, so dass sie sich sicherlich auch zum einen oder anderen Song aufschwingen.


© Landestheater Tübingen