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Premiere
26. September 2008

Johann Wolfgang von Goethe

Faust II

Inszenierung: Gustav Rueb / Ausstattung: Tilo Steffens / Musik: Katrin Vellrath / Video: Pia Greschner / Dramaturgie: Anna Haas, Christiane Neudeck
Mit: Edit Faludi, Ina Fritsche, Katja Gaudard, Hubert Harzer, Gunnar Kolb, Hildegard Maier, Udo Rau, Karlheinz Schmitt, Johannes Schön, Martin Schultz-Coulon
Dauer: 180 min. (1 Pause)



Am Ende des ersten Teils scheiterte die Fahrt in die kleine Welt: Gretchen ist tot, Faust bleibt unzufrieden und unbefriedigt zurück. In der selten gespielten Fortsetzung zieht es den Teufelsbündler Faust in die große Welt.
Mit seinem Begleiter Mephisto schwingt er sich jetzt zu immer größeren Taten auf. Es beginnt eine Tour de force vom neuzeitlichen Kaiserhof über das Mittelalter in die griechische Antike und wieder zurück. Zeiten und Räume werden im Schnellverfahren übersprungen, das Papiergeld erfunden und sogar ein Mensch wird erschaffen. Immer auf der Suche nach Grenzüberschreitungen und dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, arbeiten Faust und Mephisto sich durch reale und virtuelle Welten, sie stürzen sich in das Rauschen der Zeit. Nebenbei packt Faust noch die Gelegenheit beim Schopfe und zeugt mit der schönsten Frau des Altertums - Helena - einen Sohn.

Mittlerweile wurde diese kaleidoskopartige Teufelspaktgeschichte von der Wirklichkeit eingeholt: Das hellsichtige Alterswerk Goethes provoziert die Auseinandersetzung mit aktuellen Auswirkungen der Technisierung und Globalisierung. Was bedeutet die allumfassende Beschleunigung unserer Lebensvorgänge und des Fortschritts für den Einzelnen, für das Miteinander der Gesellschaft und für die Natur?


FAUST. Der Tragödie zweiter Teil ist ein Alterswerk. Nachdem Goethe seit der Fertigstellung des ersten Teils im Jahr 1805 zwanzig Jahre lang nicht mehr am Faust-Stoff gearbeitet hatte, erweiterte er ab 1825 frühere Notizen zum zweiten Teil seiner Tragödie, die ihm in den letzten Lebensjahren zum "Hauptgeschäft" wurde. DER TRAGÖDIE ZWEITER TEIL erschien erst posthum, jedoch noch im Todesjahr 1832.


© Landestheater Tübingen