Wir sind umgezogen! Hier gehts zur neuen Homepage des LTT

FotoFotoFotoFotoFotoFotoFoto

Uraufführung
23. Februar 2008

Claudia Grehn

Heimlich bestialisch - I can wait to love in heaven

Regie: Dietrich Sagert / Ausstattung: Sabina Moncys / Dramaturgie: Inge Zeppenfeld
Mit: Katja Bramm, Ulrike Euen, Danny Exnar, Katja Gaudard, Daniela Keckeis, Marius Marx, Nicola Schößler
Dauer: 90 min.



Im Oktober 2007 wurde die junge Wahl-Berlinerin Claudia Grehn mit dem Kleistförderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet: In ihrem Stück HEIMLICH BESTIALISCH spannt sie "ohne Tempolimit, als drehe da jemand an der Skala eines Weltempfängers, einen ungewöhnlich weiten erzählerischen Bogen", heißt es in der Laudatio, die der Dramatiker Roland Schimmelpfennig anlässlich der Preisverleihung hielt, "wer lässt schon im Jahr 2007 in einem deutschen Theaterstück den kubanischen Freiheitskämpfer und Dichter der Zeilen von 'La Guantanamera' José Marti auftreten?", fragt Schimmelpfennig erstaunt und attestiert Claudia Grehn "eine spannende Mischung aus Intelligenz, Wissen und Anarchie, aus Witz und Melancholie, aus Menschenkenntnis und Herzensbildung."

HEIMLICH BESTIALISCH verfolgt "Spuren" und "Bruchstücke" von Leben: Heiner, ein erfolgreicher Mann in den Vierzigern, muss sich der Diagnose einer tödlichen Krankheit stellen. Er führt Protokoll über die Veränderung seines körperlichen und mentalen Zustands. Seinen beiden kleinen Töchtern Irmgard und Hilde werden die gegenseitigen Überforderungen der schon länger getrennt lebenden Eltern in Erinnerung bleiben. Und da sind Briefe, die Heiner als junger Mann von Wilma, einer schwer verliebten Reiseleiterin aus Oslo, erhielt, sie lassen ein Bild entstehen von seinen frühen Idealen und Lebensplänen. In der Oper lernt Heiner eine Frau, Ursula, kennen. Heiner lebt 10 Jahre länger als prognostiziert ...

HEIMLICH BESTIALISCH ist das erste Stück der 26-jährigen, in Wiesbaden geborenen und in Trier aufgewachsenen CLAUDIA GREHN. Sie besucht momentan an der Universität der Künste Berlin den Studiengang Szenisches Schreiben. Zudem übersetzt sie zusammen mit dem Regisseur Armin Petras Stücke aus dem Russischen, zuletzt "Gehen wir, der Wagen wartet" von Juri Klavdiev, das in der Regie Petras' am Gorki Studio in Berlin gezeigt wird. Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ist Claudia Grehns erste Auszeichnung.

Der KLEISTFÖRDERPREIS: Seit 1996 vergeben die Kleiststadt Frankfurt/Oder und die Dramaturgische Gesellschaft den Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker. Er ist richtungsweisend für die Entwicklung neuer Dramatik und Wegbereiter vieler mittlerweise renommierter Autoren wie Marius von Mayenburg oder Ulrike Syha.


© Landestheater Tübingen