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Premiere
30. November 2007

Sergi Belbel

Mobil

Regie: Ralf Siebelt / Ausstattung: Max Julian Otto / Dramaturgie: Inge Zeppenfeld
Mit: Katja Gaudard, Jessica Higgins, Hildegard Maier, Johannes Schön
Dauer: 90 min.


Der 1963 in Barcelona geborene Sergi Belbel gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen katalanischen Autoren der Gegenwart. Seine Stücke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und wurden in 32 Ländern Europas, Amerikas und Asiens aufgeführt; allein im deutschsprachigen Raum wurden seine Stücke in mehr als 100 Inszenierungen gezeigt. Seit September 2005 ist er künstlerischer Leiter des Nationaltheaters in Barcelona.


Wer besitzt kein Mobiltelefon? Seit heute sogar die Handy-Verächterin Sara, die sich nach einem zermürbenden Eheleben von ihrem Mann getrennt hat und nun erstmals allein auf eine Auslandsreise gehen will. Ihre Tochter Rosa hat ihr, um in Kontakt zu bleiben, ein Handy geschenkt. Während der siebenstündigen Wartezeit auf den verspäteten Flug hat sich Sara in die Bedienungsanleitung vertieft und tätigt ihr erstes mobiles Telefonat - vergeblich versucht sie ihre Tochter Rosa zu erreichen, die die Abwesenheit ihrer betreuungsintensiven Mutter nutzen möchte, um ihre eigene Beziehung zu kitten. Auch die Firmenchefin Claudia wartet und telefoniert mit einem deutlich jüngeren Mann, dem sie mit Geld- und Liebesentzug droht, falls er sie nicht auf der Stelle abholt. Dabei sitzt Jan bereits im Auto und verursacht, da er ständig telefoniert, einen Unfall.
Kurz darauf explodiert auf dem Flughafen eine Bombe und alle Verbindungen brechen ab.
Sara und Claudia überleben und werden in dasselbe nahe gelegene Flughafenhotel evakuiert. Über Kreuz- und Quertelefonate, Mailbox-Nachrichten, weitergeleitete Ton- und Bildspeicherungen entsteht ein bizarres Beziehungsgewirr voller Missverständnisse und Irritationen. Zwischen den vier Personen entspinnt sich eine die Gemüter allseits erregende Verwechslungskomödie. Ein aberwitziges Spiel im Banne moderner Kommunikationsmaschinen, die zum Auslöser für große Emotionen und Geständnisse werden - und schließlich für ein Happy End, das jedwede mobile Kommunikation zunächst einmal überflüssig macht.


© Landestheater Tübingen