Wir sind umgezogen! Hier gehts zur neuen Homepage des LTT

FotoFotoFotoFotoFotoFotoFoto

Premiere
6. Oktober 2007

Nico Rabenald

Muxmäuschenstill

Präsentiert von LTT und GFG e.V.


Dauer: 90 min.



Bild
"Das Engagement hat viele Gesichter. Es leistet einen Beitrag zur Förderung der Solidarität und des Gemeinsinns," sagte im September 2006 Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr der "Woche des bürgerschaftlichen Engagements" in Berlin und formulierte damit ein Anliegen, das gerade in Baden-Württemberg als Mitmachland Nr.1 auf besonders offene Ohren stößt, denn 42 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger sind hier ehrenamtlich oder bürgerschaftlich engagiert, mehr als in jedem anderen Bundesland. "Das ist Teil unserer Mentalität. Wir warten nicht, wir packen an," so Ministerpräsident Günther Oettinger 2006 in der Ludwigsburger "Echt Gut!-Fernsehgala", auf der jährlich herausragende ehrenamtliche Initiativen prämiert werden.

Gerade auch in Tübingen findet man eine dichte Infrastruktur solcher Solidaraktionen. Seit Juli 2007 gibt es hier zusätzlich zu vielen anderen freiwilligen Initiativen einen neuen Verein, der speziell dafür eintritt, dass Menschen wieder Verantwortung für ihr Handeln übernehmen: Die GFG, die "Gesellschaft zur Förderung des Gemeinsinns e.V." hat es sich zum Ziel gesetzt, sich immer dort zu Wort zu melden, wo Aktionen Einzelner das Gemeinwohl gefährden. In ihrem Alltagstrott reagieren viele Bürgerinnen und Bürger schon lange nicht mehr auf alltägliche Auffälligkeiten in ihrem Umfeld, denn verglichen mit den großen Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen der Politik und Wirtschaft scheint es sich dabei um zu vernachlässigende Petitessen zu handeln: Fahrradfahren auf dem Bürgersteig, parkende Autos auf Radwegen oder in der zweiten Reihe, weil man nur mal eben "in einen Laden reinspringen will", - Kavaliersdelikte ... Doch wie schnell wird aus einer solchen unbedachten Nachlässigkeit der Tatbestand der Fahrlässigkeit, mit Folgeunfällen, bei denen Menschen zu Schaden kommen? Welche Mitverantwortung trägt der Einzelne, wenn er in der Öffentlichkeit rauchende oder Alkohol trinkende Kinder sieht, tätliche Übergriffe auf andere beobachtet oder Zeuge von Vorfällen wird, bei deren Verhinderung es wirklich Mut und Zivilcourage braucht?

Die Gründungsmitglieder der GFG sind davon überzeugt, dass sich bereits im Mikrokosmos des Handelns die Beschaffenheit einer Gemeinschaft offenbart. Auf der Homepage www.gfg-tuebingen-braucht-dich.de hat die GFG ihre Ziele ausführlich formuliert, Interessierte können per e-mail an hinweise@gfg-tuebingen-braucht-dich.de und per Hotline 0 70 71 / 36 42 26 in Kontakt mit dem Verein treten, sich über die Aktionen der GFG, bzw. die GFG über Vorfälle in der näheren Umgebung informieren.
Der Verein hat - mit einer Videokamera ausgerüstet - in den vergangenen Monaten Streifzüge durch Tübingen unternommen, um das öffentliche Geschehen zu dokumentieren und dort zu handeln, wo offensichtlicher Bedarf zu Tage tritt. Um das Ergebnis dieser Arbeit zu präsentieren, wurde der GFG im Rahmen der LTT-Aufführung MUXMÄUSCHENSTILL nach dem Schauspiel von Nico Rabenald/Jan Henrik Stahlberg der LTT-Raum des U 1 zur Verfügung gestellt.
Mehrere Informationsveranstaltungen der GFG sind dort im Zeitraum Herbst/Winter fest eingeplant.

Als eines der Gründungsmitglieder und als einer der beiden Vorstände des Vereins zeichnet der Hamburger Soziologiestudent Martin Baierlein mit seinem Kameramann Kai Lindemann und mit dem Corporate-Designteam um Imme Kachel verantwortlich für diesen Abend. Auf der Seite des LTT wirken bei diesem Projekt mit: Christian Dräger, Annabelle Leip, Johannes Schön, Karlheinz Schmitt, Gotthard Sinn. Auch zahlreiche Tübinger Bürgerinnen und Bürger sind beteiligt.


© Landestheater Tübingen