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Deutschsprachige Erstaufführung
24. September 2005

Stella Feehily

Abflug

Aus dem Irischen von Karen Witthuhn

Regie: Martin Schulze
Bühne & Kostüme: Gitti Scherer / Dramaturgie: Volker Schubert
Mit: Daniela Keckeis, Johannes Lehmann, David Liske, Marius Marx, Karlheinz Schmitt, Lea Schmocker
Dauer: 105 min.


[s]Abflug[/s] ist das erste Stück der irischen Autorin Stella Feehily. Eigentlich ist sie Schauspielerin. Mit siebzehn verließ sie ihren Heimatort, um in London ihr Glück zu machen. Dort verdiente sie ihr Geld zunächst als Model, ab 1993 studierte sie an der Gaiety School of Acting in Dublin Schauspiel. Sie spielte in zahlreichen Theaterproduktionen in Dublin sowie in Irlands beliebtester TV-Serie FAIR CITY.

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Im Grunde sind sie zwei ganz normale Mädchen aus der Provinz, die nichts weiter wollen als ein aufregendes Leben jetzt und eine ebensolche Zukunft später. Zum Leben jetzt gehört die Emanzipation von der Familie, der Ausbruch aus den bestehenden Verhältnissen, der Wunsch, das Leben anzupacken mit eigenen Händen. Und später? Davon lässt sich träumen. Jetzt ist jetzt und jetzt gibt's Partys, Alkopops, Mütter, die nerven, Väter, die fehlen, Freunde, die womöglich die falschen sind, und Jungs, die man besser nie getroffen hätte, aber an die sich das Herz dennoch hängt.
Sophie und Cat sind Freundinnen, die sich gemeinsam auf den Weg machen, ein selbstständiges Leben zu organisieren. Cat verschlägt es dabei als Barkeeperin ins Pub um die Ecke und in eine Beziehung zum kleinkriminellen Besitzer Mark. Später dann in eine Affäre mit dem reichen und berühmten Buchautor Jack. Sophie studiert an der Uni, versucht, 'brav' zu bleiben, gönnt sich aber auch den ein oder anderen Ausbruch.
Freitag abends entlädt sich die volle Lust aufs Leben, und die beiden ziehen los. Durch die Clubs und um die Häuser. Open End. Passieren kann alles. Der Ausgang dieser Unternehmungen ist offen. Wie das Leben.

Nahezu filmisch erzählt die junge irische Autorin von einer Generation, die aufbricht ins Ungewisse, deren Zukunftssicherung ebenso bröckelt wie die gesellschaflichen und sozialen Standards ihrer Eltern.


© Landestheater Tübingen