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Uraufführung
10. Mai 2006

tjc (Theaterjugendclub) / Hermann Hesse

Unser Hermann

Eine szenische Annäherung an Hermann Hesse

Spielleitung: Tobias Ballnus


Der tjc ist die feste Spielgruppe des KJT für Menschen ab 14 Jahren. Bei den wöchentlichen Treffen werden darstellerische Grundlagen in der Gruppe vermittelt. In einer spielerischen und humorvollen, aber durchaus konzentrierten Atmosphäre trainieren die Jugendlichen unterschiedliche körperliche und sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei wird sowohl das eigene Körperbewusstsein als auch die Improvisation und das Spiel miteinander geschult. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die gemeinsame Entwicklung eines Stücks zu einem vorgegebenen Thema.

Hermann Hesse wurde 1877 in Calw im Nordschwarzwald geboren. Als Sohn eines Missionars besuchte er die Lateinschule in Göppingen und legte als 14-jähriger das "Landexamen" ab. Gegen den Willen seiner Eltern beendete er die vorgezeichnete theologische Laufbahn. Anschließend geriet er in eine Phase schwerer seelischer Konflikte, die mit einem Nervenzusammenbruch endete. Nach dem Abitur absolvierte er eine Buchhändlerlehre in Tübingen, erweiterte anschließend durch mehrere Italienreisen seinen kulturellen Horizont und begann zu schreiben. 1946 erhielt er den Literatur-Nobelpreis.


Unser Hermann kommt aus einer kleinen Stadt. Die Menschen dort denken kleine Gedanken und fühlen kleine Gefühle. Der Stadtrand bildet ihren Horizont. Unser Hermann hat strenge Eltern. Die denken und fühlen besonders klein; nur ihr Glaube an den lieben Gott ist besonders groß.
Unser Hermann hat Stress in der Schule. Die Anforderungen sind sehr hoch. Tägliches Büffeln bis spät in die Nacht, fast keine Freizeit. Aber wofür? Unser Hermann will Künstler werden. Raus aus der Enge und all den Zwängen! Große Gedanken und Gefühle sollen es sein! Ein selbstbestimmtes Leben, das ist sein Ziel!

In seiner neuesten Produktion nähert sich der tjc (Theaterjugendclub am LTT) dem Leben und Werk von Hermann Hesse. Dabei interessiert aber nicht der spätere Literaturnobelpreisträger Hesse, den alle Welt kennt und schätzt. Vielmehr sollen die Sorgen und Nöte, Wünsche und Hoffnungen des jugendlichen Hermann im Mittelpunkt des Stückes stehen. Das Verhältnis der 14 - 18-jährigen tjcler zu einem Gleichaltrigen, zu einem potentiellen Mitschüler soll szenisch untersucht und theatral aufbereitet werden. Auf der Grundlage ihrer persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse entwickeln die jugendlichen DarstellerInnen mittels Improvisationen und natürlich unter Verwendung zahlreicher Hesse-Texte ein eigenes Stück. Bei ihren wöchentlichen Treffen erhalten die Mitglieder des tjc ein umfassendes Körper-, Bewegungs- und Stimmtraining. Spiel- und Improvisationsfähigkeit werden dabei ebenso geschult wie kreative, sprachliche und soziale Kommunikationsformen. Neben dieser darstellerischen und ästhetischen Erziehung nimmt die Entwicklung und die Stärkung der jugendlichen Persönlichkeiten eine vorherrschende Stellung in der Arbeit ein. Nach NACHSITZEN (03), GEFÜHLSSACHE (04) und [s]Knutschflecken[/s] (05) ist [s]Unser Hermann[/s] das vierte Stück des tjc.

Von meinem dreizehnten Jahr an war mir das eine klar, dass ich entweder ein Dichter oder gar nichts werden wollte.Hermann Hesse

Weitere Informationen
www.tjc-tuebingen.de.vu


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