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Premiere
9. Juni 2007

Karin Eppler

Märchenmärchen

ab 6 Jahren

Regie: Fabian Guillery / Ausstattung: Vesna Hiltmann
Mit: Marie-Louise Gutteck, Chrysi Taoussanis
Dauer: 60 min.



"Wir erzählen heute das Märchen, das so neu und geheimnisvoll ist, dass selbst wir den Namen noch nicht kennen."

Prinzessin Lena hat es satt. Sie will keine rosa Lackschuhe, Spitzen, Rüschen und bauschigen Kleider mehr tragen. Auch hat sie keine Lust mehr, ihre Zeit damit zu verbringen, sich nach den Regeln der Hofetikette zu verhalten: Weder möchte sie zu Hause sitzen und sticken, nähen oder weben, noch möchte sie das "anmutige Hüsteln" üben. Viel lieber treibt sie sich inkognito im Pferdestall herum, der ihr eigentlich wie der Ritterübungsplatz und der Wald strengstens untersagt ist. Aber Lena ist klar: Immer, wenn etwas strengstens verboten ist, dann gibt es genau dort hochinteressante und geheime Dinge zu entdecken.

Im Pferdestall lernt sie Hannes, den Pferdeburschen, kennen und lieben. Die heimlichen Treffen gehen so lange gut, bis ihr Vater beschließt, Lena sei jetzt im heiratsfähigen Alter, und versucht, sie an den Mann zu bringen: "Hübsche, junge, gut gebaute Prinzessin (90, 60, 90) sucht Prinz zum Regieren und Kuscheln mit allem drum und dran."

Lena ist von den Bewerbern aber alles andere als begeistert. Sie will ihren Hannes haben! Als der König sie gegen ihren Willen mit Prinz Martin verheiraten will, der zwar stattlich und schön, aber auch eingebildet ist und schleimig grinst, ergreift Lena die Flucht: Sie läuft in den dunklen, unheimlichen Wald.

In ihrem höchst amüsanten, frechen Märchen stellt [a]Karin Eppler[/a] die gewohnten Märchenklischees auf den Kopf. Die Prinzessin nimmt ihr Schicksal selber in die Hand und wartet nicht auf die Erlösung durch Hilfe von außen. Der vermeintliche Frosch, den sie auf ihrer Reise trifft, ist eigentlich eine Kröte und kann ihr auch nicht weiterhelfen. Auch das von der Kröte empfohlene Wünschen versagt. Nur aus eigener Kraft, mit Geschick und Intelligenz, schafft sie es schließlich, eine ganze Ritterschaft zu besiegen und ans Ziel ihrer Wünsche zu kommen.

[a]Karin Eppler[/a] war von 1995 bis 2000 als Regieassistentin und bald auch als Regisseurin am LTT tätig. Hier hat sie die Solostücke "Die Wanze" und "Die Wanze - Der Neueste Fall" bearbeitet und inszeniert. Beide Produktionen sind nicht nur in der Region, sondern bundesweit zum absoluten Renner geworden. Seit 2000 arbeitet sie als freie Regisseurin und Autorin im Bereich Kinder- und Jugendtheater.


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