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Premiere
16. Februar 2007

Arthur Miller

Alle meine Söhne

Regie: Martin Schulze / Ausstattung: Ulrich Leitner / Dramaturgie: Volker Schubert
Mit: Wenzel Banneyer, Ulrike Euen, Ina Fritsche, Hubert Harzer, Annabelle Leip, Hildegard Maier, Urs Rechn, Karlheinz Schmitt, Leif Stawski


Arhur Asher Miller, Sohn einer jüdischen Familie, wurde 1915 in New York geboren. Miller studierte Literatur- und Theaterwissenschaft an der University of Michigan. Dem "Meister der Sozialtragödie" gelang mit seinem Stück Alle meine Söhne der Durchbruch am Broadway. 1949 erhielt er den Pulizer-Preis für sein erfolgreichstes Stück "Tod eines Handlungsreisenden". Millers Dramen handeln von den Idealen und Mythen der amerikanischen Gesellschaft. In seinen Stücken kritisiert er den "Amerikanischen Traum", der für ihn keine moralischen Werte beinhaltet und letztendlich nur auf Profit aus ist. "Es war purer Egoismus, zu glauben, ich könne Licht ins Dunkel dieser Welt tragen", sagte Miller in einem Interview. 2005 starb Arthur Miller in Conneticut.


"Vierzig Jahre steckst du in so ein Geschäft, und sie erledigen dich in fünf Minuten..."

Eigentlich geht es den Kellers gut. Dafür hat Josef Keller in jahrzehntelanger Arbeit als Fabrikdirektor gesorgt. Allerdings kann sich seine Frau Kate nicht damit abfinden, dass ihr Sohn Larry bei einem militärischen Flugeinsatz ums Leben gekommen sein soll, sie will die Hoffnung auf eine Rückkehr Larrys nicht aufgeben. Anders ihr zweiter Sohn Chris: Wäre Larry endlich für tot erklärt, könnte die Familie wieder Frieden finden. Chris liebt Larrys Verlobte Ann Deever, die - so will es Kate - ebenfalls auf Larry warten soll. Überhaupt ist die Beziehung der Kellers zu Anns Familie sehr eigenwillig: Anns Vater war seinerzeit beschuldigt worden, als Kontrolleur in Kellers Fabrik wissentlich funktionsunfähige Zylinderköpfe an die Luftwaffe geliefert zu haben. 21 junge Militärpiloten hatte es damals in den Tod gerissen. Josef Keller hatte im Prozess gegen Deever ausgesagt. Jetzt hat er jedoch vor, ihn nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis wieder in der Fabrik einzustellen. Bevor es dazu kommen kann, präsentiert Ann einen Brief von Larry ?

1947 schaffte der damals 32-jährige [a]Arthur Miller[/a] mit dem Stück [s]Alle meine Söhne[/s] seinen Durchbruch am Broadway, bevor später der "Tod eines Handlungsreisenden" zum Welterfolg wurde. Hier wie da spricht Miller in der für ihn typischen Mischung aus leiser Ironie und mitfühlendem Engagement das Thema Arbeit und Familie an: "Ein Geschäft für die Jungs", das ist Kellers oberstes Ziel. Doch wie weit geht man, wenn alles, was man sich aufgebaut hat, zerstört zu werden droht? Und wie gehen Söhne mit den Illusionen und moralischen Verfehlungen ihrer Väter um? Wie weit müssen sie sich von ihren Vätern entfernen, um den eigenen Weg gehen zu können?


© Landestheater Tübingen