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Premiere
22. November 2006

Bertolt Brecht / Kurt Weill

Die Dreigroschenoper

Regie: Ralf Siebelt / Ausstattung: Jürgen Höth / Musikalische Leitung: Klaus Rother / Dramaturgie: Anna Haas
Mit: Ulrike Euen, Katja Gaudard, Daniela Keckeis, Bernhard Klasing, Johannes Lehmann, Elna Lindgens, Marius Marx, Karlheinz Schmitt, Johannes Schön, Gotthard Sinn, Leif Stawski, Alexander Wenz
Dauer: 180 min. (1 Pause)


Bertolt Brecht ist zum Inbegriff eines Theaters geworden, das dem Zuschauer eine fruchtbare Kritik vom gesellschaftlichen Standpunkt aus (Brecht) ermöglicht. Sein Vergnügen an der Vermittlung der Veränderbarkeit der Gesellschaft hat er mit ungebrochener Neugier in immer neue dramatische Formen verpackt. Sein Episches Theater ist einer der Meilensteine abendländischer Theatergeschichte.

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"Der verdammte Fühlst-Du-Mein-Herz-Schlagen-Text"

Wenn der Mond über Soho prangt, muss man sich doch einfach hinlegen, und der Haifisch trägt die Zähne mitten im Gesicht...

Die Lieder der [s]Dreigroschenoper[/s] sind und bleiben unvergessen. Bis heute reißt der Siegeszug dieses Stückes, der den Ruhm des Duos [a]Brecht[/a] / [a]Weill[/a] maßgeblich begründete, nicht ab. Untrennbar gehören "Die Seeräuber-Jenny", "Der Kanonen-Song", "Die Zuhälterballade" und "Das Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens" zu der Geschichte von Mr. und Mrs. Peachum, deren Tochter Polly sich in den berühmt berüchtigten Ganoven Macki Messer verliebt und ihn Knall auf Fall heiratet. Das Glück jedoch lässt sich nicht festhalten.
Mutter Peachum hat's geahnt, Vater Peachum hat's gewusst. Denn auch wenn er selbst ganz ausgezeichnet davon lebt, im großen Stil Bettler auf die Straße zu schicken und einen Großteil der "Einnahmen" jeden Abend einzukassieren, ist ihm die Verbindung mit der Halbwelt doch suspekt. Denn im Gegensatz zu ihm sind Macki Messer und seine Jungs richtig kriminell. Es kommt also alles, wie es kommen muss. Doch überraschend wird am Ende alles gut. Macki Messer entkommt dem Galgen, und wir wissen einmal mehr, dass der Mensch gut, die Welt hingegen schlecht ist.

Die am 31. August 1928 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführte [s]Dreigroschenoper[/s] des damals 30- jährigen Augsburger Dichters und Dramatikers [a]Brecht[/a] wurde zum größten Theatererfolg der 20er Jahre - und der Erfolg hält an. Das liegt an Macki Messer, dessen Gaunertum so ungeheuer anziehend wirkt, am Milieu und an den Figuren zwischen Verschlagenheit, Humor und Poesie, - und natürlich an den mitreißenden Songs.
Das alles bringt das LTT auf die Bühne.


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