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Premiere
6. Oktober 2006

Bertolt Brecht

Der Tag steht in den Türen

Ein Brecht Liederabend

Regie und Konzept: Alexander Wenz
Ausstattung: Vesna Hiltmann / Dramaturgie: Inge Zeppenfeld
Mit: Katja Bramm, Katja Gaudard, Gunnar Kolb, Annabelle Leip, Udo Rau, Karlheinz Schmitt


Bertolt Brecht ist zum Inbegriff eines Theaters geworden, das dem Zuschauer eine fruchtbare Kritik vom gesellschaftlichen Standpunkt aus (Brecht) ermöglicht. Sein Vergnügen an der Vermittlung der Veränderbarkeit der Gesellschaft hat er mit ungebrochener Neugier in immer neue dramatische Formen verpackt. Sein Episches Theater ist einer der Meilensteine abendländischer Theatergeschichte.

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Gleichzeitig in die Leere
Komm ich aus der Leere voll.
Wenn ich mit dem Nichts verkehre
Weiß ich wieder, was ich soll.

Wenn ich liebe, wenn ich fühle
Ist es eben auch Verschleiß
Aber dann in der Kühle
Werd ich wieder heiß.


Sechs Schauspielerinnen und Schauspieler präsentieren bekannte und unbekanntere Texte und Lieder von Bertolt Brecht - dem berühmten deutschen Dramatiker, Erfinder des epischen Theaters, Begründer des Berliner Ensembles, dem Lyriker, Emigranten, Frauenheld, dem Stalin-Friedenspreisträger, starken Zigarrenraucher. Sein Oeuvre ist umfangreich und vielfältig. Wie begegnet man einer solchen literarischen Ikone anders als in Momentaufnahmen - Schnappschüssen - von Zeilen eines Gedichts oder Stimmungen eines Liedes, urban-polyphon und natur-lyrisch, erotisch-pornographisch, poetisch, politisch, witzig bis zum Kalauer, anarchisch und doktrinär, voller skeptischer Ironie und trotzdem von Hoffnung auf die große gesellschaftliche Veränderung erfüllt?
Mit dem Brecht-Abend DER TAG STEHT IN DEN TÜREN, der eine Zeile aus Brechts Gedicht "Gegen Verführung" als Titel herausgreift, begleitet das LTT-Ensemble die Ausstellung einer exklusiven Fotoreihe, die das Stadtmuseum Tübingen anlässlich des 50. Todesjahres des Dichters zeigt: Die Schattenrisskünstlerin Lotte Reiniger, deren Werk im Stadtmuseum als Dauerausstellung zu sehen ist, hatte 1928 Fotos von der Berliner Uraufführung der "Dreigroschenoper" (Regie Bertolt Brecht) geschossen, die nun erstmalig öffentlich zu sehen sind. Bevor das LTT ab November 2006 die DREIGROSCHENOPER zeigt, knüpft DER TAG STEHT IN DEN TÜREN die Verbindung zwischen Stadtmuseum und dem LTT (der Abend wird an beiden Orten zu sehen sein), zwischen der Zweidimensionalität von Lotte Reinigers Schattenrissen in Schwarzweiß und den mehrdimensionalen und vieldeutigen Texten Brechts, die wiederum auf die experimentelle Ausdruckswelt der SchauspielerInnen und des Tübinger Experimentalmusikers Thomas Maos treffen.


© Landestheater Tübingen