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Carl Sternheim

Carl Sternheim im LTT

1913 (Archiv)

Carl Sternheim, 1878 als Sohn eines Bankiers in Leipzig geboren und in Hannover und Berlin aufgewachsen, verfasste fünfzehnjährig sein erstes Drama und war 1908 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Hyperion". Das Schauspiel 1913 gehört - wie "Die Hose", "Der Snob" und "Das Fossil" - zu dem Dramenzyklus "Aus dem bürgerlichen Heldenleben".
Diese ironische Titelgebung verweist auf Sternheims kritische Einstellung gegenüber der Wilhelminischen Bürgergesellschaft, deren hohles Phrasengedresche und engstirniges Spießertum er gekonnt durch sprachliche Verknappung - dem "Telegrammstil" - spielerisch entlarvt.
Seiner Gesinnung entsprechend leitete er den mit Geld dotierten Fontane-Preis, der ihm 1915 verliehen wurde, an den damals noch unbekannten Franz Kafka weiter. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren seine gesamten Werke in Deutschland verboten. Schon 1930 emigrierte er nach Belgien und starb 1942 in Brüssel.


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