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[*1898 — 1956]

Bertolt Brecht

Bertolt Brecht im LTT

Der gute Mensch von Sezuan (Archiv)

Der Tag steht in den Türen (Archiv)

Die Dreigroschenoper (Archiv)

Bertolt Brecht, 1898 als Sohn eines Papierfabrikdirektors in Augsburg geboren, ist zum Inbegriff eines Theaters geworden, das dem Zuschauer eine fruchtbare Kritik vom gesellschaftlichen Standpunkt aus (Brecht) ermöglicht. Während sein Erstlingswerk BAAL noch erfüllt war von einem individuellen Anarchismus, wurden die Stücke, die während seiner Studienzeit in München und seiner Zeit als Dramaturg und Regisseur in Berlin entstanden - u.a. TROMMELN IN DER NACHT (1922), IM DICKICHT DER STÄDTE (1923), MANN IST MANN (1926), DIE DREIGROSCHENOPER (1928) und DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE (1931) - zunehmend von seiner gesellschaftskritischen Einstellung bestimmt.

Im Februar 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, verließ Brecht mit seiner Familie das nationalsozialistische Deutschland und lebte zunächst in Dänemark. Dort entstanden u.a. DIE GEWEHRE DER FRAU CARRAR, FURCHT UND ELEND IM DRITTEN REICH, LEBEN DES GALILEI, MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER, HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI, DER AUFHALTSAME AUFSTIEG DES ARTURO UI sowie seine Lehrstücke.

Die Zeit von 1941-47 verbrachte Brecht im Exil in den USA, wo er - halbherzig - versuchte, in Hollywood Fuß zu fassen. Für das Theater schrieb er SCHWEYK IM ZWEITEN WELTKRIEG und DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS. 1947 wurde er aufgrund seiner marxistisch geprägten Stücke vor den "Ausschuss für unamerikanische Betätigung" gestellt. Er entzog sich dem Verlauf der Untersuchung und begab sich umgehend zurück nach Europa.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Schweiz gründete er in Berlin gemeinsam mit seiner Frau Helene Weigel das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm, wo er bis zu seinem Tod am 14. August 1956 in der Hauptsache die eigenen Stücke aus der Exilzeit inszenierte.


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