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[*1899 — 1974]

Erich Kästner

Erich Kästner im LTT

Fabian (Archiv)

Erich Kästner arbeitete als Volkschullehrer, Bankbeamter und Zeitungsredakteur, studierte Theaterwissenschaften, Geschichte, Germanistik, Philosophie und promovierte, bevor Generationen von Kindern seine Bücher verschlangen, sich in die Abenteuer von EMIL UND DIE DETEKTIVE vertieften, ins DOPPELTE LOTTCHEN verliebten oder mit dem FLIEGENDEN KLASSENZIMMER auf Reisen gingen. So ist der Name Erich Kästner vor allem mit den entzückendsten Kinderbüchern seit der Erfindung des Buchdruckes fest verknüpft. Ein Kinderzimmer ohne ein zerlesenes Exemplar von PÜNKTCHEN UND ANTON zu finden, könnte schwierig werden.

Doch auch für die 'Großen' hat der 1899 in Dresden geborene Autor geschrieben. Gedichtbände, Drehbücher, Essays, und den Roman [s]Fabian[/s]: 1931 verfasst, war [s]Fabian[/s] für Kästner der Versuch, in letzter Minute Gehör und Besinnung zu erzwingen. Es gelang ihm zwar ein herrlicher Roman, aber zur politische Raison konnte er das Deutschland der 30er Jahre nicht bringen. Ein Versuch war es wert, auch wenn er dafür 1933 mit einem Publikationsverbot belegt wurde und zusehen musste, wie seine Bücher in den Flammen loderten.

Während des Krieges veröffentlichte er auschließlich im Ausland. 1945 gründete er das Kabarett "Die Schaubude" gab das Jugendmagazin "Pinguin" heraus und stand ab 1951 dem Kabarett "Die kleine Freiheit" vor. Seine durch und durch pazifistische Gesinnung und seine Aversion gegen Autoritäten zeigen sich in der Komödie DIE SCHULE DER DIKTATOREN, in DIE KONFERENZ DER TIERE, in seinen Tagebüchern und in den Lebenserinnerungen ALS ICH EIN KLEINER JUNGE WAR. 1957 erhielt Erich Kästner den Büchner-Preis. Von 1951-62 war er Präsident des deutschen PEN-Zentrums. 1974 verstarb er in München. Ein scharfzüngiger satirischer Schreiber, ein im besten Sinne unterhaltsamer und immer auch politscher Autor.


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