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[*1958]

Tom Lanoye

Tom Lanoye im LTT

Mamma Medea (Archiv)

Tom Lanoye, 1958 in Sint-Niklaas (Belgien) geboren, ist inzwischen über die Grenzen seines Landes bekannt als Autor verschiedener Genres, als Performer, Übersetzer und Kolumnist.

Bereits während seiner Studienzeit an der Rijks- Universiteit Gent (Deutsche Philologie und Soziologie) erschienen - teilweise noch im Selbstverlag - seine ersten Texte, er wurde Mitglied der 'unabhängigen und subversiven Sprachvereinigung' "'t zal wel gaad" ('S wird schon klappen), veröffentlichte diverse literarische Polemiken in den Zeitschriften "'t zwarte Gat" (Das schwarze Loch) und "De Zwijger" (Der Schweiger), und seine ersten Gedichtbände IN DE PISTE (Auf der Piste) und BAGGER (Schlamm) wurden verlegt. Die Kabarettprogramme "Café Paniek", eine Persiflage auf den Papstbesuch in Belgien, und "'t 's Karel Dillen", ein Angriff auf den Vorsitzenden des ultrarechten 'Vlaams Blok', sorgten für tagespolitischen Aufruhr.

Mit seinem Prosadebut METZGERSOHN MIT SCHRILLER BRILLE von 1986 wurde Tom Lanoye überregional wahrgenommen. Ab 1987 folgten diverse Zyklen von Liebesgedichten, sein Romandebut ALLES MOET WEG (Alles muss weg), multimediale Literaturhappenings und verschiedene Theaterstücke. Sein Roman PAPPSCHACHTELN erschien in mehreren Auflagen. Immer wieder mischte sich Lanoye in die sozialen Debatten Belgiens ein, sei es zur der Legalisierung der Homo-Ehe, sei es anlässlich der Affaire Dutroux oder als unabhängiger Kandidat für die grüne Partei bei den Stadtwahlen Antwerpens.

Den internationalen Durchbruch erreichte Lanoye mit seiner Bearbeitung der Königsdramen von Shakespeare: 1997 wurde TEN OORLOG ("Schlachten!") in Gent uraufgeführt. Die 11stündige deutsche Fassung avanciert mit diversen Auszeichnungen und einer Einladung zum Berliner Theatertreffen zum Sensationserfolg der Spielzeit 2000. Im gleichen Jahr komplettierte Lanoye mit dem Roman BOZE TONGEN (Böse Zungen) seine MONSTERTRILOGIE (vorher waren bereits "Het goddelijke monster" und "Zwarte tranen" erschienen). Mit der Theaterneudichtung [s]Mamma Medea[/s] konnte Lanoye 2001 an den Erfolg von SCHLACHTEN anknüpfen. Die Buchversion wurde für die "gouden Uil" (goldene Eule), den angesehnsten Literaturpreis Belgiens, nominiert. Die flämische Produktion erhielt eine Einladung als Eröffnungsvorstellung zum Festival Theaterformen Hannover/ Braunschweig und erlebte 2003 ihre deutschsprachige Uraufführung zeitgleich in Hannover und Nürnberg.

Zur Zeit lebt [a]Tom Lanoye[/a] abwechselnd in Antwerpen und in Südafrika. Über seine zahlreichen literarischen Aktivitäten kann man sich auf der Website "Naamloze Vennootschap L.A.N.O.Y.E" (Aktiengesellschaft L.A.N.O.Y.E) unter www.lanoye.be informieren.

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